Was ist die Vogelmauser und welchen Zweck hat Sie?

Was bedeutet Vogelmauser ?

Das regelmäßige Ausfallen und Nachwachsen neuer Federn bezeichnet man als Vogelmauser. Das Wort stammt von dem lateinischen mutare ab, was ändern oder tauschen bedeutet. Eine regelmäßige Mauser ist notwendig, weil sich Federn im Laufe der Zeit abnutzen und die alten Federn durch neue, funktionstüchtige ersetzt werden müssen. Bei einer normalen Mauser verliert der Welli seine Federn, ohne dass seine Flugfähigkeit beeinträchtigt ist.

Dieser natürliche Vorgang wird als Gefiederwechsel oder auch Mauser bezeichnet. Eine normale, physiologische Mauser ist lebenswichtig für einen Vogel und liegt darin begründet, dass im Verlauf eines Vogellebens im Alltag ein gewisser Verschleiß bei den beanspruchten Federn zu Tage tritt. Diese Abnutzung ist natürlich und führt irgendwann dazu, dass Federn ihre Funktion nicht mehr effektiv erfüllen können. Sie werden für den Vogel nutzlos und müssen durch neue, frische Federn ersetzt werden.

Die Gefiederpflege nimmt täglich einen beachtlichen Zeitrahmen bei Wellensittichen, Sperlingen oder aber Kanarienvögeln in Anspruch. Durch die Pflege des Gefieders wird die Flugfähigkeit sichergestellt, was in freier Natur für jeden Vogel überlebenswichtig. Ihr Sittiche24 Team.

Unsere Wellensittich Henne Merle hier bei der wichtigen Gefiederpflege.

Würden alte Federn nicht ausgetauscht, würde sich nach und nach eine Flugunfähigkeit daraus ergeben, da zum Beispiel Schwungfedern nicht mehr für ausreichend Auftrieb beim Flug sorgen könnten. Allein das ist der Grund für eine Mauser.

Ein Wellensittich verliert in der Regel über das ganze Jahr regelmäßig sehr kleine Federn. Fast täglich kann man Flaumfedern finden, die beim Putzen mit dem Schnabel ausgekämmt werden. Dieser normale Federabwurf, der auch mal von einzelnen, größeren Federn begleitet sein kann, ist nicht als Mauser zu bezeichnen. Lediglich der gesteigerte Verlust von Federn, damit diese durch nachwachsende ersetzt werden können, zeichnet sich als Vogelmauser aus.

Pauschal kann man sagen, dass bei einer Mauser von einer Dauer von etwa 7-12 Tagen auszugehen ist. Diese wird bemessen von der Phase der ausfallenden Federn bis hin zum Nachwachsen der Neufeder, die noch im Kiel geschützt durch die Haut geschoben wird.

Die Mauserzeit an sich ist dabei nicht zwingend an bestimmte Zeitfenster gebunden. Zwar beobachtet man häufig eine Art Regelmäßigkeit bezüglich der Vogelmauser, diese kann jedoch nicht kalendarisch festgelegt oder gar eingegrenzt werden. Sind bestimmte Faktoren gegeben und stimmen die Bedingungen um eine anstrengende Mauserzeit gut zu verkraften, dann beginnen die meisten Vögel daraufhin mit dem Federwechsel, der weitgehend durch hormonell bedingte Prozesse gesteuert wird. Die Ausschüttung der nötigen Hormone ergibt sich jedoch wie bereits geschrieben aus dem komplexen Zusammenspiel an Umgebungsfaktoren.

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